Freundeskreis „Kreiznacher Johrmarkt“ e.V.

Das immerwährende Kreuznacher Jahrmarkts-Motto:  „ Nix wie enunner ... “

Rückblick 2014



- FKJ-Mitgliederversammlung mit Filmbeitrag, Do. 02.10.2014 -

09.10.2014 - Oeffentlicher Anzeiger (Ost)
Altes Ritual wird neu belebt
Versammlung Freundeskreis „Kreiznacher Johrmarkt“ zieht eine positive Bilanz

M Bad Kreuznach. Die Jahrmarktsbeschicker aus der Zeit des Biedermeier, also der Zeit zwischen 1815 und 1848, wird Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann unter die Lupe nehmen, wenn sie am 4. Dezember beim Freundeskreis Kreiznacher Johrmarkt referiert. Solche auf den Jahrmarkt bezogene Vorträge gehören ebenso wie Busfahrten zu Volksfesten zum Informationsprogramm, das der Freundeskreis seinen mittlerweile 64 Mitgliedern anbietet.

Gerade mal vier Jahre ist der Verein der Jahrmarktsfreunde alt, aber er steht auf sicheren Beinen. Das finanzielle Fundament ist stabil und die Arbeitsbilanz belegt, wie produktiv der Vorstand war. Aus dem Rechenschaftsbericht von 2012 bis heute, den Erster Vorsitzender Dieter Gronbach, in der vergangenen Mitgliederversammlung vorlegte geht hervor, dass zu zwölf Vortragsveranstaltungen eingeladen wurde, im Jahr 2013 eine Jahrmarktsbroschüre mit 100 Seiten Text und mehr als 100 Fotos erschien und 2014 ein Kunstkalender mit Zeichnungen und Gemälden vom Jahrmarkt herauskam, der als „Schmuckstück“ gelobt wurde.

Insgesamt 44 Presseberichte zeigen, welche Resonanz der Verein in der Öffentlichkeit fand. Die Homepage, die seit Gründung des Vereins besteht, ist mobiler geworden und speziell für Tablets und iPhones nutzbar. Das Ergebnis: 26 000 Besucher. Gronbach dankte dem Administrator Rolf Heisinger für dessen Einsatz.

Die Planung für das kommende zeichnet sich bereits in Konturen ab: Es wird eine neue Broschüre geben. Spaî soll auch die Wiederaufnahme eines alten Kreuznacher Fastnachtsrituals bringen: das „Entwanzen“ zugereister Bürger, die echte Kreuznacher werden wollen. _berlegt wird auîerdem, ob man Autofahrer ermuntern kann, an den Jahrmarktstagen ihre Pkw mit Fähnchen zu schmücken wie bei der Fuîball-WM.

Dank stattete Vorsitzender Gronbach der Stadtverwaltung, dem Schaustellerverband, den zahlreichen Sponsoren und vielen anderen Persönlichkeiten für die gute Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis ab. Im Gedenken an die Verstorbenen verweilte die Erinnerung bei Alt-Oberbürgermeister Rolf Ebbeke, der dem Freundeskreis als Beisitzer angehörte und der nicht zuletzt durch seine hervorragenden Kontakte hohe Wertschätzung genoss.

Für die nächsten zwei Jahre wird der Vorstand wie folgt besetzt: Erster Vorsitzender Dieter Gronbach, Zweiter Vorsitzender Stefan Kühlen, Werner Stern tritt in die Beisitzerriege ein. Dazu gehören auch Hannelore Pfeiffer, Helmut Kreis und Fred Lex sowie der als junger Zuwachs neu gewählte Christopher Müller. Wiedergewählt wurden Schriftführerin Petra Bürkle und Schatzmeister Wolfgang Bouffleur. Die neuen Kassenprüfer sind Herbert Zeiler und Gotthard Neidhöfer.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 09. Oktober 2014, Seite 13


- FKJ-Monatstreffen, Do. 03.04.2014, Jahrmarktspostkarten, Referent Dr. Wolfgang Mohr -

11.04.2014 - Oeffentlicher Anzeiger (Ost)
Wenig neue Ansichtskartenmotive
Jahrmarktsvortrag Dr. Wolfgang Mohr zeigte Sammelstücke

M Bad Kreuznach. Ansichtskarten gab es früher zu allen möglichen Gelegenheiten. Vom Bad Kreuznacher Jahrmarkt existieren Dutzende von Motiven – nicht nur vom einheimischen Zeichner Jakob Thon, sondern auch von unbekannten Künstlern. Manchmal stand auch nur Kreuznacher Jahrmarkt darauf, die Szenerie dagegen war frei erfunden.

30 solcher Grußkarten – teils als Lithografien, teils als Fotografien – vermittelten den Besuchern des Monatstreffens Kreuznacher Jahrmarktsfreunde in der „Peffermiehl“ einen besonderen Blick auf das mehr als 200 Jahre alte Volksfest. Sie stammen aus dem Fundus von Dr. Wolfgang Mohr, der in den 60er-Jahren zum leidenschaftlichen Sammler von Postkarten wurde und mittlerweile mehrere Bücher über die Entstehung der Ansichtskarten veröffentlichte und 18 Kalender mit Kreuznacher Motiven zusammenstellte.

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Deutschland gehört zu den Ländern, in denen die Sammelwut stark ausgeprägt ist. Zumindest bis Ende 1922. Danach sei erst wieder in den 60er-Jahren ein neuer Boom entstanden. „Ich bin selbst bis Paris gefahren und habe auch in London Kreuznach-Motive gefunden“, sagt der leidenschaftliche Sammler, der damals schon mal 70 Mark für eine im Antiquariat entdeckte Karte auf den Tisch legte.

In der Anfangszeit der Postkarte durfte nur eine Seite beschrieben werden, die andere musste für Adresse und postalische Vermerke frei bleiben. Später wurden die Karten auch zu Bilddokumenten für Mode, Werbung und Glückwünsche.

Neue Ansichtskartenmotive vom Bad Kreuznacher Jahrmarkt sind seltener geworden. Zum letzten Mal hat die Stadt anlässlich der 200-Jahr-Feier eine Serie von Jakob-Thon-Zeichnungen herausgegeben. Ein gleichzeitig verfügbarer Sonderpoststempel machte sie für Philatelisten zu einem beliebten Erinnerungsstück.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 11. April 2014, Seite 18